Nächster Workshop-Termin

Für Donnerstag, 11.05. bis Freitag, 12.05.2017 ist ein neuer Workshop-Termin in Berlin anberaumt.

Der Workshop wird im Lehrbauhof Berlin-Marienfelde, Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Bau
Berlin und Brandenburg gGmbH, Belßstr. 12, 12277 Berlin, stattfinden.

Er findet in Kooperation mit der Gütegemeinschaft Betoninstandsetzung Berlin und Brandenburg e.V.  statt.

Nähere Informationen zu unserem Workshop finden Sie hier.

Anmeldung

Workshop Planung nach neuer Instandhaltungsrichtlinie

Workshops in Berlin, Krefeld und Augsburg: Planung nach neuer Instandhaltungsrichtlinie

Um die Anforderungen an eine Planung nach neuer Instandhaltungsrichtlinie transparent zu machen, führte die GUEP in 2016 bereits fünf Workshops für Fachplaner in der Betoninstandhaltung mit insgesamt 177 Teilnehmern durch. Drei Veranstaltungen wurden in Krefeld durchgeführt und zwei Workshops fanden in Augsburg statt, zuletzt vom 05.12. – 06.12.2016. Weitere Workshops in 2017 sind geplant: vom 11.05. – 12.05. in Berlin, vom 12.06. – 13.06. in Krefeld und vom 22.06. – 23.06. in Augsburg.
Aktueller Hintergrund  ist die bald erscheinende Instandhaltungsrichtlinie des DAfStb. Der Workshop dient den teilnehmenden Fachingenieuren als Hilfestellung bei der Realisierung einer sachkundigen Planung nach der neuen Instandhaltungs-Richtlinie.


4. Workshop vom 15.09. – 6.09.2016 mit 38 Teilnehmern

Die neue Instandhaltungs-Richtlinie des DAfStb wurde im Juni 2016 als Gelbdruck der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Einspruchsfrist lief am 16. September 2016 ab, die erste Einspruchssitzung fand vom 27.09.-29.09.2016 statt. Weitere Sitzungen sollten folgen, wurden aber aufgrund der Blockadehaltung der Deutschen Bauchemie abgesagt. Nach Einschätzung der GUEP wird auch der Widerstand der Deutschen Bauchemie im Hinblick auf eine Veröffentlichung letztlich an der Situation des Planers nichts ändern. Nach Veröffentlichung soll die neue Instandhaltungs-Richtlinie in die Verwaltungsvorschrift „Technische Baubestimmungen“ (VVTB) gemäß neuer Musterbauordnung, § 85, aufgenommen werden.

Die ersten Workshops wurden auf der Basis der Entwurfsfassung für den Gelbdruck durchgeführt, der  Workshop im September wurde auf der Grundlage des Gelbdrucks abgehalten. Bei der Veranstaltung im Dezember werden ggf. die Einsprüche der Einspruchssitzung und deren Auswirkungen auf den Weißdruck bereits bekannt sein.

Der eigentliche Mehrwert für die Teilnehmer ist die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu erhalten: Referent  Dr.-Ing. Michael Fiebrich, Bau Ingenieur Sozietät Sasse & Fiebrich, Aachen und Vorsitzender der GUEP-Gütegemeinschaft Planung der Instandhaltung von Betonbauwerken e. V., Krefeld ist von Beginn an Mitarbeiter im TA SIB des DAfStb und kennt zahlreiche Details des Entwurfs. Er hat die über viele Jahre andauernde Entwicklung der Instandhaltungsrichtlinie hautnah erfahren.

Es werden folgende Schwerpunkte behandelt:

  • Erläuterung der Instandsetzungsprinzipien und daraus resultierenden Verfahren bei Bewehrungskorrosion und bei Betonkorrosion; für die Instandsetzungsprinzipien bei Bewehrungskorrosion werden die Hintergründe für die festgelegten Grenzchloridgehalte und Grenzkarbonatisierungstiefen erläutert
  • Leistungsmerkmale für Produkte und Systeme der flächigen Instandsetzung mit Mörtel und Beton sowie für das Schließen, Abdichten und Verbinden von Rissen bei ausgewählten Instandsetzungsprinzipien und Verfahren
  • Verfahren für die Berechnung / Abschätzung der Restnutzungsdauer / Nutzungsdauer für die Expositionsklassen XC und XS; Planungsbeispiel
  • Bemessung von Schichtdicken für Betonersatz bei den Expositionsklassen XC, XD und XS unter Beachtung der Restnutzungsdauer; Planungsbeispiel

Das aufgenommene Wissen wurde bzw. wird durch Projektbeispiele vertieft.

Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Der Workshop ist von der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen und der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau als Fortbildungsveranstaltung mit 14 Zeiteinheiten anerkannt.

 

Workshops - Workshop Juni 2016_klein
3. Workshop mit 37 Teilnehmern im Ausbildungszentrum der Bauinnung Augsburg vom 09.06. – 10.06.2016

 

Aktuelles - 2. Workshop TN
2. Workshop vom 18.04. – 19.04.2016 mit 37 Teilnehmern: Interessierte und gespannte Gesichter

 

Aktuelles - Foto Workshop 02.16
1. Workshop vom 25.02. – 26.02.2016: Intensives Arbeitspensum der 40 Workshop-Teilnehmer

 

 

Informationen zu den Workshops 2017 finden Sie hier.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an:

Gütegemeinschaft Planung
der Instandhaltung von
Betonbauwerken e. V.
Bökendonk 15 – 17
47809 Krefeld
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Peter Heil
Telefon: 02151 5155-31
Fax: 02151 5155-89
E-Mail:  info@guep.de
Internet: www.guep.de

11. GUEP Planertag – Nachbericht

Die bundesweit tätige Gütegemeinschaft Planung der Instandhaltung von Betonbauwerken e. V. (GUEP) führte am 29.11.2016 den 11. GUEP Planertag in Köln im Maternushaus durch. Die Teilnehmerzahl war mit 358 Teilnehmern und 398 Anmeldungen rekordverdächtig. Dieses seit der Gründung der GUEP im Dezember 2005 elfte große Expertenforum dient der Diskussion über technische Herausforderungen bei Planung und Ausführung von Maßnahmen zur Betoninstandhaltung.
Eine begleitende Fachausstellung mit 22 Unternehmen, die spezielle Produkte und Leistungen rund um die Betoninstandsetzung anbieten, rundete die Veranstaltung ab.

Der 11. GUEP Planertag sprach alle an Betoninstandhaltungsmaßnahmen Beteiligte an und bot neben hochwertigen Referaten, die zu teils brisanten Themen Stellung nahmen, die Gelegenheit zu einem intensiven Erfahrungsaustausch.
Dr.-Ing Michael Fiebrich, Bau Ingenieur Sozietät Sasse & Fiebrich, Aachen und Vorsitzender der GUEP, Krefeld gab in seinem Einführungsvortrag einen Überblick über Neuerungen, Änderungen und den aktuellen Diskussionsbedarf für die Sachkundigen Planer in 2016.Aus dem EuGH-Urteil vom Oktober 2014 bezüglich der nationalen Nachregelungen bei bestehenden harmonisierten Produktnormen werden sich wesentliche baurechtliche Änderungen im Hinblick auf eine neue Musterbauordnung, die Zurückziehung von Bauregellisten und Abschaffung der ABPs ergeben. Welche neuen Herausforderungen ergeben sich für die am Bau Beteiligten als auch für die Bauproduktehersteller? Welche Konsequenzen ergeben sich aus der neuen Instandhaltungs-Richtlinie? …….. und wie steht es mit dem Projekt „Ausbildungsbeirat?“
 Aktuelles - 11PT Sitzungssaal
Der voll besetzte MaternussaalAktuelles - 11PT Fiebrich
Begrüßung durch den GUEP-Vorsitzenden Dr.-Ing. Michael Fiebrich
Dipl.-Ing. Thomas Sikinger, Multivia GmbH & Co. KG, Lüneburg und Dipl.-Ing. Heiko Pucker, REAKU Bauwerkserhaltungs-GmbH, Dortmund behandelten in einem zweiteiligen Referat die  Leistungsfähigkeit von Flüssigkunststoffabdichtungen und bitumenhaltigen Abdichtungen (auf der Basis der ZTV-ING, Teil 7, Abschnitte 1 und 3) zur Gewährleistung der Dauerhaftigkeit von Parkdecks.

Die Ad-Hoc Arbeitsgruppe beim Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) „Dauerhaftigkeit von Parkdecks“ hat in den Jahren 2013 bis 2015 ein Schutzkonzept für befahrene Parkflächen aus Stahlbeton und Spannbeton bei Eintrag von Chloriden aus Taumitteln aufgestellt, woraus sich auch eine Änderung im nationalen Anhang des Eurocode 2, Tabelle 4.1, ergeben hat, die in der Novellierung des Heftes 600 kommentiert werden soll. Das Schutzkonzept C1 sieht die Variante „Flächige, rissüberbrückende Abdichtung mit Schutzschicht: OS 10 oder unterlaufsichere bahnenförmige Abdichtung, jeweils mit Dichtungs- und Schutzschicht aus Gussasphalt“ vor. Diese beiden Abdichtungsvarianten werden bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit, ihrer Vor- und Nachteile unter besonderer Berücksichtigung des Einsatzbereichs auf Bodenplatten wasserundurchlässiger Tiefgaragen vorgestellt.

 Aktuelles - 11PT Pucker_Sikinger
Dipl.-Ing. Heiko Pucker und Dipl.-Ing. Thomas Sikinger
Prof. Dr.-Ing. Bernd Isecke, CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG, Berlin  referierte über die Anforderungen an die sachkundige Planung von kathodischen Korrosionsschutzmaßnahmen an Bestandsbauwerke.

In diesem Beitrag wurde über die Planung und Ausführung des kathodischen Korrosionsschutzes auf der Basis der DIN EN ISO 12 696 unter Berücksichtigung der Vorgaben in der neuen Instandhaltungs-Richtlinie informiert. Die Qualifikationsanforderungen an das Planungspersonal als auch an die ausführenden Unternehmen bezüglich DIN EN 15 257 werden aufgezeigt. Im Mittelpunkt des Beitrags stehen Anwendungs- und Ausführungsbeispiele.

 Aktuelles - 11PT Isecke
Prof. Dr.-Ing. Bernd Isecke
Dr.-Ing. Angelika Eßer, Universität Duisburg-Essen, Institut für Massivbau, Essen  informierte über die Behandlung von Rissen an Stahlbetonbauteilen nach den Verfahren und Prinzipien der neuen Instandhaltungs-Richtlinie. 

Diese sieht Rissbehandlungsmaßnahmen vor, um den Beton gegen Eindringen von Stoffen zu schützen (Verfahren 1.5), zur Regulierung des Wasserhaushalts des Betons (Verfahren 2.6), zur Verstärkung des Betontragwerks (Verfahren 4.5) sowie zum Erhalt oder der Wiederherstellung der Passivität (Verfahren 7.6). Am Beispiel des Verfahrens 7.6 werden die Arbeitsschritte einer sachkundigen Planung im Hinblick auf die Erfassung der Rissmerkmale bei der Bestandsaufnahme sowie die Spezifikation der Leistungsmerkmale der passenden Rissfüllstoffe gemäß Teil 2 der Richtlinie vorgestellt. Ebenfalls angesprochen wird die Aufgabenstellung, die bei einigen Expositionsklassen entsteht, wenn Risse die Bewehrung kreuzen.

 

 
 Aktuelles - 11PT Eßer
Dr.-Ing. Angelika Eßer
Dr.-Ing. Inga Hohberg, Deutsche Bauchemie e. V., Frankfurt zeigte die Anforderungen und Merkmale der Betoninstandsetzungsprodukte vor dem Hintergrund der Bauproduktenverordnung und der neuen Musterbauordnung auf.

Ab Oktober 2016 werden die seit Jahren bekannten und geschätzten Allgemeinen Bauaufsichtlichen Prüfzeugnisse (ABP) sowie ausgewählte Bauregellisten seitens des DIBt nicht mehr zur Verfügung gestellt. In den harmonisierten Normen für die Instandsetzungsprodukte sind nicht alle Leistungsmerkmale deklariert, die erforderlich sind, um die Grundanforderungen an die Bauwerke gemäß Bauproduktenverordnung und neuer Musterbauordnung zu erfüllen. Nach der neuen Instandhaltungs-Richtlinie ist vorgesehen, dass die Planer in ihrer Leistungsbeschreibung künftig alle erforderlichen Leistungsmerkmale und Anforderungen, die zur Erfüllung der Grundanforderungen an Bauwerke gestellt werden, präzisieren. Wie werden die Bauproduktehersteller, die in der Deutschen Bauchemie zusammengeschlossen sind, künftig die Leistungserklärungen für ihre Produkte gestalten?

Aktuelles - 11PT Hohberg
Dr.-Ing. Inga Hohberg
Dr.-Ing. Gero Marzahn, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Abteilung Straßenbau, Bonn, nimmt Stellung zum Instandsetzungsbedarf an Infrastrukturbauten in Deutschland.

Eine breite Öffentlichkeit ist sich seit geraumer Zeit darüber im Klaren, dass Deutschland als bedeutende Industrienation mit steigendem Schwerlastverkehr und auch wachsenden privaten Verkehrsströmen auf ein einwandfrei funktionierendes sicheres Verkehrsnetz angewiesen ist. Die Sünden der Vergangenheit – Instandsetzungsrückstau genannt – beginnen sich inzwischen zu rächen. Sach- und fachkundige Planer und Ausführende haben mehr als genug zu tun. Wie viel und wo, welche Prioritäten zu setzen sind und wie die zur Verfügung gestellten Mittel sinnvoll und zielgerichtet verwendet werden können beleuchtet dieser Beitrag.

 

Aktuelles - 11PT Marzahn

       Dr.-Ing. Gero Marzahn
Abschließend betrachtete RA Michael Halstenberg, HFK Rechtsanwälte LLP, Düsseldorf aus juristischer Sicht die sachkundige Planung von Betoninstandsetzungsmaßnahmen nach der Instandhaltungs-Richtlinie vor dem Hintergrund der neuen Musterbauordnung und der BauPVO.

Nach § 3 Absatz 1 des Entwurfs der MBO hat ein Planer ein Bauwerk im Zuge seiner Instandhaltungsplanung so zu gestalten, dass die Grundanforderungen an die Bauwerke erfüllt werden. In den harmonisierten Normen für die Instandsetzungsprodukte sind nicht alle Leistungsmerkmale und Anforderungen deklariert, die erforderlich sind, um die Grundanforderungen an die Bauwerke zu erfüllen. Welche Empfehlungen können aus juristischer Sicht dazu gegeben werden, wie ein sachkundiger Planer sein Leistungsverzeichnis zu gestalten hat? Nach den harmonisierten Normen für die Instandsetzungsprodukte ist keine Fremdüberwachung der Produktion vorgesehen, um die „Leistungsbeständigkeit eines Bauproduktes“ (BauPVO, Artikel 6, Absatz 2) zu gewährleisten. Könnten im Rahmen einer Ausschreibung hier zusätzliche Anforderungen für die am Bauwerk zu verwendenden Chargen spezifiziert werden?

 Aktuelles - 11PT Halstenberg

RA Michael Halstenberg

Der GUEP Planertag ist als jährlich wiederkehrendes Fachsymposium im Jahr 2005 ins Leben gerufen worden und ist Forum und Plattform für alle an der Betoninstandhaltung interessierten Kreise.

Der nächste GUEP Planertag findet am 14. November 2017 im Maternushaus, Köln, statt.

 

 

 Aktuelles - 11PT Gruppenbild
 V.l.n.r.: Die Referenten Dr.-Ing. Gero Marzahn, GUEP-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Peter Heil,  Dr.-Ing. Angelika Eßer, Dipl.-Ing. Heiko Pucker, Prof. Dr.-Ing. Bernd Isecke, Dr.-Ing. Inga Hohberg, Dipl.-Ing. Thomas Sikinger, GUEP-Vorsitzender Dr.-Ing. Michael Fiebrich
es fehlt: RA Michael Halstenberg

 

04.12.2015: 10. GUEP Planertag

Die bundesweit tätige Gütegemeinschaft Planung der Instandhaltung von Betonbauwerken e. V. (GUEP) führte am 01.12.2015 den 10. GUEP Planertag in Köln im Maternushaus durch. Die Teilnehmerzahl war mit 346 Teilnehmern rekordverdächtig. Dieses seit der Gründung der GUEP im Dezember 2005 zehnte große Expertenforum dient der Diskussion über technische Herausforderungen bei Planung und Ausführung von Maßnahmen zur Betoninstandhaltung.
Eine begleitende Fachausstellung mit 22 Unternehmen, die spezielle Produkte und Leistungen rund um die Betoninstandsetzung anbieten, rundete die Veranstaltung ab.

Der 10. GUEP Planertag sprach alle an Betoninstandhaltungsmaßnahmen Beteiligte an und bot neben hochwertigen Referaten, die zu teils brisanten Themen Stellung nahmen, die Gelegenheit zu einem intensiven Erfahrungsaustausch.
Im Rahmen seines Einführungsvortrages griff Dr.-Ing. Michael Fiebrich, Bau Ingenieur Sozietät Sasse & Fiebrich, Aachen und Vorsitzender der GUEP, Krefeld, das zehnjährige Jubiläum der GUEP auf und beleuchtete die Entwicklung der Gütegemeinschaft und die der Planertage sowie deren Bedeutung für die Branche. Anhand einer Standortkarte der Mitglieder zeigte er die bundesweite Präsenz der GUEP Planungsbüros auf. Weiterhin ging Dr. Fiebrich auf die Anforderungen an den sachkundigen Planer für Betoninstandhaltung nach der Entwurfsfassung der neuen Instandhaltungs-Richtlinie ein und informierte über den neu gegründeten Ausbildungsbeirat „Sachkundiger Planer“. Dieser hat die Aufgabe, die Ausbildungsinhalte verschiedener Anbieter auf Grundlage der künftigen Instandhaltungs-Richtlinie des DAfStb transparent zu harmonisieren. Im Jahr 2015 wurden bereits drei Fachsitzungen abgehalten. Die Mindestausbildungsinhalte wurden bereits verabschiedet. Informationen zur Organisationsstruktur des Ausbildungsbeirats, zu den Trägern und Mitwirkenden sowie den Zielen und Aufgaben wurden skizziert.
Aktuelles - 10PT Zuhörer
Der fast bis auf den letzten Platz besetzte MaternussaalAktuelles - 10PT Fiebrich
Begrüßung durch den GUEP-Vorsitzenden Dr.-Ing. Michael Fiebrich
Dr.-Ing. Wilhelm Hintzen, Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt), Referat Betontechnologie, Berlin, leitete Folgerungen aus dem EuGH-Urteil vom Oktober 2014 für die sachkundige Planung von standsicherheitsrelevanten Instandsetzungsmaß-nahmen nach der bauaufsichtlich eingeführten Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“ ab.

In dem EuGH-Urteil wird festgestellt, dass Deutschland gegen die Bauproduktenrichtlinie verstoßen hat; die Nachregelung von Bauprodukten mittels Ü-Zeichen nach harmonisierten EN-Normen ist ein Handelshemmnis.

Nach derzeitigem Sachstand ist vorgegeben, dass ab 16. Oktober 2016 die Bauregellisten mit den nationalen Nachregelungen und bauaufsichtlichen Zulassungen abgeschafft werden. Derzeit wird eine neue MBO erarbeitet, die im Oktober 2016 in Verbindung mit einer Verwaltungsvorschrift geltendes Baurecht werden soll. Diese Verwaltungsvorschrift soll auch die Musterliste der Technischen Baubestimmungen (MLTB) ersetzen.

Kann der sachkundige Planer im Interesse seiner Auftraggeber davon ausgehen, dass die einzusetzenden Bauprodukte mit zusätzlichen Leistungsmerkmalen, die nicht in der Normenreihe EN 1504 abgeprüft werden, seitens der chemischen Industrie zur Verfügung gestellt werden?

Aktuelles - 10PT Hintzen
Dr.-Ing. Wilhelm Hintzen
Dipl.-Ing Christian Herold, Obmann NA Bau AA DIN 18532, Berlin referierte über das Thema „Abdichtungen für befahrbare Verkehrsflächen aus Beton nach DIN 18532 versus Oberflächenschutzmaßnahmen nach der Instandsetzungs-Richtlinie des DAfStb“.

Abdichtung oder Oberflächenschutz? In der DIN 18532 werden auch ausgewählte Oberflächenschutzsysteme nach der Instandsetzungs-Richtlinie des DAfStb bzw. der ZTV-ING adressiert. Schnittstellen beider Regelwerke wurden herausgestellt. Wo hört der reine Oberflächenschutz auf, wo beginnt die Abdichtung? Wann ist der Oberflächenschutz zugleich auch eine Abdichtung? Wann die Abdichtung auch Oberflächenschutz? Es wird mit dem Weißdruck der DIN 18532 ein Regelwerk geben, dass im Unterschied zur Instandsetzungs-Richtlinie nicht bauaufsichtlich eingeführt wird, jedoch als Weißdruck die widerlegbare Vermutung aufweist, dass es den Stand der Technik repräsentiert. Wann muss der sachkundige Planer die DIN 18532 beachten? Wann ist für ihn die Instandsetzungs-Richtlinie des DAfStb maßgebend?

Aktuelles - 10PT Herold
Dipl.-Ing. Christian Herold
Dr.-Ing. Hans-Carsten Kühne, Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM), Berlin, ging auf die sachkundige Planung von Schutz und Instandsetzungs-maßnahmen nach der neuen Instandhaltungs-Richtlinie unter besonderer Berücksichtigung der Spezifikation von Leistungs-merkmalen an Instandsetzungsbaustoffe ein.

Unsächliche und bisweilen irreführende Einlassungen hinsichtlich der Fragen, ob die Eignung von Instandsetzungsbaustoffen ausschließlich durch das CE-Zeichen nachgewiesen werden könne, ob das Ü-Zeichen verboten sei und keine zusätzlichen Leistungsmerkmale an Instandsetzungsbaustoffe zu stellen seien, haben die durch das EuGH-Urteil entstandene Unsicherheit bei den sachkundigen Planern und ausführenden Unternehmen weiter erhöht. Der Entwurf der neuen Instandhaltungs-Richtlinie berücksichtigt den so entstandenen Bedarf an Planungs-sicherheit. Am Beispiel der Mörtelinstandsetzungsstoffe wurde aufgezeigt, wie der sachkundige Planer künftig bei dem Aufstellen von Leistungsverzeichnissen die Leistungsmerkmale der einzusetzenden Stoffe zu beschreiben hat, ohne wie bisher auf die Regelungen der Bauregelliste A, Teil 2, Ziffer 2.23 zurückgreifen zu müssen.


Aktuelles - 10PT Kühne
Dr.-Ing. Hans-Carsten Kühne
Dr.-Ing. Ullrich Kluge, Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt), Referat Gewässerschutz, Abdichtungen, Berlin behandelte die sachkundige Planung von Instandsetzungsmaßnahmen an Betonbauwerken für wassergefährdende Stoffe unter Berücksichtigung der Anforderungen aus dem Wasserrecht.

Produkte für die Instandsetzung von LAU-Anlagen (Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen von wassergefährdenden Stoffen) oder Teilen dieser Anlagen fallen unter das Wasserrecht und werden in der Musterliste der Technischen Baubestimmungen (MLTB) im Teil 3 adressiert. Ebenfalls vor dem Hintergrund des EuGH-Urteils wurde der Frage nachgegangen, was der sachkundige Planer bei Ausschreibungen zu berücksichtigen hat, wenn er die Leistungsmerkale für Schutz- und Instand-setzungsprodukte für LAU-Anlagen spezifiziert, die unter das Wasserrecht fallen. Darüber hinaus wurde darauf eingegangen, welche besonderen Anforderungen an die sachkundige Planung durch die VAUwS (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) in Abgrenzung zur Instandsetzungs-Richtlinie gestellt werden.

 

Aktuelles - 10PT Kluge

Dr.-Ing. Ullrich Kluge
Dr. jur. Hubert Bauriedl, Lutz / Abel Rechtsanwalts GmbH, München zeigte Strategien für sachkundige Planer, Bieter und ausführende Unternehmen für nachhaltige Betoninstandsetzungs-maßnahmen unter besonderer Berücksichtigung der Prüfungs-, Hinweis- und Aufklärungspflichten auf.

Für Sachkundige Planer, Bieter und ausführende Unternehmen können vor und nach Auftragserteilung Situationen entstehen, die zu Schadensersatzansprüchen führen können, falls nicht zuvor Bedenken angemeldet wurden oder die Prüfungs-, Hinweis- und Aufklärungspflichten nicht erfüllt wurden. Unterschiedliche Fallbeispiele wurden diskutiert, beginnend mit unvollständigen Verdingungsunterlagen, Zweifeln an der technischen Realisier-barkeit einer Instandsetzungsmaßnahme, Abgeben von Angeboten für Betoninstandsetzungsmaßnahmen, ohne dass eine sachkundige Planungsleistung vorliegt, Ausarbeiten von Nachtragsangeboten, die planerische Aspekte beinhalten, Restnutzungsdauern von mehreren Jahrzehnten als Planungs-grundlage für das im Leistungsverzeichnis spezifizierte Instandsetzungskonzept.

Aktuelles - 10PT Bauriedl

Dr. jur. Hubert Bauriedl
Der GUEP Planertag ist als jährlich wiederkehrendes Fachsymposium im Jahr 2005 ins Leben gerufen worden und ist Forum und Plattform für alle an der Betoninstandhaltung interessierten Kreise.

Der nächste GUEP Planertag findet am 29. November 2016 im Maternushaus, Köln, statt.

 

 

Aktuelles - 10PT Gruppenfoto
V.l.n.r.: Die Referenten Dipl.-Ing. Christian Herold, Dr.-Ing. Hans-Carsten Kühne, Dr.-Ing. Wilhelm Hintzen,
GUEP-Vorsitzender Dr.-Ing. Michael Fiebrich, GUEP-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Peter Heil und die Referenten
Dr. jur. Hubert Bauriedl sowie Dr.-Ing. Ullrich Kluge